Europa erleben: St.-Willibrord unterwegs mit Erasmus+ in Luxembourg und Brüssel

Text: Carina Conrad, Bilder: Carina Kesse und Carina Conrad

Im Rahmen eines Erasmus+-Projekts hatten 12 Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Möglichkeit, europäische Politik, Geschichte und Medienarbeit direkt vor Ort kennenzulernen. Gemeinsam mit österreichischen Partnerinnen und Partnern des Abteigymnasiums Seckau reisten sie nach Luxembourg und Brüssel, um zentrale Institutionen der Europäischen Union zu besuchen und Europa aus erster Hand zu erleben.

Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Luxembourg. Dort erhielten die Schülerinnen einen Einblick in die Arbeit dieser wichtigen Finanzinstitution der EU. In einem Vortrag erklärte ein Pressesprecher, wie die Bank Infrastrukturprojekte in den Mitgliedstaaten finanziert – etwa im Bereich Verkehr, Energie oder Digitalisierung. In einer anschließenden Fragerunde konnten die Schülerinnen und Schüler mehr über Entscheidungsprozesse und die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit erfahren.
Auch Brüssel, das politische Zentrum der EU, wurde aktiv erkundet. Bei einer Stadtrallye entdeckten deutsch-österreichische Teams gemeinsam die „europäische Hauptstadt“. Die internationalen Gruppen lösten Aufgaben, recherchierten vor Ort und lernten dabei nicht nur die Stadt, sondern auch die kulturelle Vielfalt Europas besser kennen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Hauses der Europäischen Geschichte. Während einer Führung setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit wichtigen Ereignissen der europäischen Vergangenheit auseinander und diskutierten, wie historische Entwicklungen zur heutigen europäischen Zusammenarbeit geführt haben.


Besonders praxisnah wurde es beim Planspiel What the Fake?! – Digitalpolitik in der Europäischen Union. Hier schlüpften die Teilnehmenden in die Rolle von Vertreterinnen und Vertretern der EU-Mitgliedstaaten und verhandelten über Maßnahmen gegen Fake News und Hassrede im Internet. Dabei erlebten sie, wie politische Entscheidungen in Europa durch Diskussion, Verhandlung und Kompromissfindung entstehen.
Beim Besuch des Europäischen Parlaments erhielten die Schülerinnen und Schüler zudem Einblicke in die Arbeit des Abgeordneten Dr. Joachim Streit (MdEP) und diskutierten mit ihm über aktuelle politische Themen. Ein Gespräch mit einer Pressesprecherin der Renew Europe Fraktion zeigte außerdem, wie politische Inhalte für Medien und Öffentlichkeit aufbereitet werden.

In begleitenden Gruppenarbeiten analysierten die Schülerinnen und Schüler schließlich die Rolle der Medien in der europäischen Politik und präsentierten ihre Ergebnisse in eigenen Beiträgen wie Artikeln, Podcasts oder Videos.
Die Reise zeigte eindrucksvoll, wie Europa im Alltag funktioniert. Ganz im Sinne des Namenspatrons unserer Schule, St. Willibrord, der selbst über Grenzen hinweg wirkte, konnten die Schülerinnen durch Erasmus+ Europa nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern aktiv erleben. Diese Mobilität wurde ko-finanziert durch die Europäische Union.

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