Text und Bilder: Carina Kesse
Auch im September 2026 hieß es am St.-Willibrord-Gymnasium wieder: raus aus dem Klassenzimmer und hinein in die Praxis. Im Rahmen der Berufsorientierungstage erhielten rund 230 Schülerinnen und Schüler vielfältige Einblicke in die Welt der Ausbildung, des Studiums und der Berufspraxis. Drei intensive Tage lang waren die Jugendlichen in Unternehmen und Institutionen der Region, an der Universität Trier und bei einem Unternehmen in Luxemburg unterwegs.
Den Auftakt der Berufsorientierungstage bildete erneut ein gut besuchter Elternabend. Rund 70 Eltern und Erziehungsberechtigte nutzten die Gelegenheit, sich über die verschiedenen Bildungswege und Perspektiven nach der Schulzeit zu informieren.
Abenteuer Ausbildung: Berufe nicht nur kennenlernen, sondern erleben
Ein Herzstück der Berufsorientierungstage war auch in diesem Jahr wieder das Projekt „Abenteuer Ausbildung“. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 12 besuchten Ausbildungsbetriebe und Institutionen und konnten dort unmittelbar erleben, wie vielfältig die Berufswelt in der Region und darüber hinaus ist.
Dabei stand nicht das bloße Zuschauen im Mittelpunkt. Die Jugendlichen erhielten konkrete Einblicke in Arbeitsabläufe, Berufsbilder und Ausbildungsmöglichkeiten und konnten vielerorts selbst aktiv werden.
Wie spannend ein solcher Praxistag sein kann, zeigte beispielsweise der Besuch bei den Bitburger Hochspannungsanlagen (BHA). Eine Schülergruppe wurde früh am Morgen abgeholt und fuhr gemeinsam mit Verantwortlichen des Unternehmens zu verschiedenen Einsatzorten. In Büchel erhielten die Jugendlichen zunächst Einblicke in eine Doppelzaunanlage und deren technische Funktionsweise. Dabei ging es unter anderem um Elektrik, Kameratechnik, Motoren und die Programmierung der Anlage. Anschließend führte die Tour über das Gelände des Fliegerhorsts, wo weitere aktuelle und zukünftige Projekte vorgestellt wurden. Zum Abschluss besuchte die Gruppe eine Hundeschule, die unter anderem von Polizei genutzt wird und an der ebenfalls technische Lösungen der BHA zum Einsatz kommen. Für die Schülerinnen und Schüler wurde so deutlich, wie breit das Arbeitsfeld eines regionalen Unternehmens sein kann und wie vielfältig technische Berufe in der Praxis sind.
Auch bei Fischer Home wurde Berufsorientierung ganz praktisch. Dort konnten die Jugendlichen kreativ und planerisch tätig werden und beispielsweise ein eigenes Traumzimmer oder eine Küche entwerfen. Dabei erhielten sie zugleich Einblicke in die unterschiedlichen Berufsfelder und Tätigkeiten des Unternehmens.
Rund 25 Unternehmen und Institutionen öffnen ihre Türen
Die Vielfalt der teilnehmenden Partner machte auch in diesem Jahr deutlich, wie viele berufliche Perspektiven die Region bietet. Unternehmen und Institutionen aus unterschiedlichsten Bereichen beteiligten sich an „Abenteuer Ausbildung“ und ermöglichten den Schülerinnen und Schülern wertvolle Praxiserfahrungen.
Mit dabei waren:
- Amtsgericht Bitburg
- Bitburger Braugruppe
- Bitburger Hochspannungsanlagen
- Brillux
- Bulbaum
- dm-drogerie markt
- Feuerwehr Bitburg
- Finanzamt Bitburg-Prüm
- Fischer Home
- Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm
- Lehnen & Partner
- MAP Fitnessstudio
- Petronik Automation
- Polizei
- PricewaterhouseCoopers (PwC)
- Schwesternverband
- Stadtverwaltung Bitburg
- Tesla
- TS Verbindungsteile
- Wagner
- Westeifel Werke
Das Spektrum reichte dabei von Handwerk und Industrie über Verwaltung, Justiz und Finanzwesen bis hin zu sozialen Berufen, moderner Technik und Zukunftstechnologien.
Positive Rückmeldungen: Unsere Schülerinnen und Schüler hinterlassen Eindruck
Besonders erfreulich waren die zahlreichen positiven Rückmeldungen der beteiligten Unternehmen. Bei den Besuchen vor Ort wurde immer wieder das große Interesse, die Motivation und das angenehme Auftreten der Schülerinnen und Schüler hervorgehoben.
Caroline Fischer von Fischer Home berichtete nach der Veranstaltung, ihre Gruppe von Zehntklässlern sei ausgesprochen interessiert gewesen und habe sich aktiv eingebracht. Besonders beeindruckt habe sie, wie viele Fragen die Jugendlichen gestellt hätten. Die Schülerinnen und Schüler seien „höflich und wertschätzend“ aufgetreten und hätten sich zum Abschluss sogar persönlich bedankt.
Auch Eva Klein von Lehnen & Partner zog ein sehr positives Fazit. Die Schülerinnen und Schüler seien „allesamt sehr nett und interessiert“ gewesen, insgesamt sei es „eine schöne Runde“ gewesen.
Solche Rückmeldungen zeigen, dass die Berufsorientierungstage nicht nur für die Jugendlichen eine wichtige Erfahrung sind. Auch die Unternehmen erhalten die Gelegenheit, engagierte und interessierte junge Menschen kennenzulernen und ihnen ihre Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten unmittelbar vorzustellen.
Studienorientierung, Workshops und Bewerbungstraining
Neben den zahlreichen Unternehmensbesuchen boten die Berufsorientierungstage weitere wichtige Bausteine für die berufliche Zukunft der Schülerinnen und Schüler.
Ein Teil der Jugendlichen besuchte die Universität Trier und erhielt dort Einblicke in verschiedene Studiengänge und Studienmöglichkeiten. Auch ein Unternehmen in Luxemburg öffnete seine Türen und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern einen Blick über die Grenzen der Region hinaus.
Seit vielen Jahren wird die Berufs- und Studienorientierung am St.-Willibrord-Gymnasium zudem durch kompetente externe Partner unterstützt. Auch in diesem Jahr gestalteten die Bundesagentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer Trier sowie die Handwerkskammer Trier Workshops und Informationsangebote zu unterschiedlichen Bildungs- und Berufswegen.
Ein weiterer wichtiger Baustein war das Bewerbungs- und Kommunikationstraining für die Schülerinnen und Schüler. Dieses wurde erneut von der Kreissparkasse Bitburg-Prüm und der Volksbank Trier Eifel eG begleitet. Die Jugendlichen erhielten dabei wertvolle Hinweise für Bewerbungen, Vorstellungsgespräche und den professionellen Umgang mit zukünftigen beruflichen Herausforderungen.
Gemeinsam Türen in die Zukunft öffnen
Die Berufsorientierungstage 2026 haben erneut gezeigt, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Schule, Wirtschaft, Hochschulen und Institutionen ist. Erst durch das Engagement der zahlreichen Partner wird es möglich, Berufsorientierung so vielfältig, praxisnah und unmittelbar erlebbar zu gestalten.
Für viele Schülerinnen und Schüler waren die vergangenen Tage eine Gelegenheit, neue Berufsfelder kennenzulernen, eigene Interessen zu entdecken und vielleicht sogar erste Ideen für den persönlichen Berufsweg zu entwickeln. Denn manchmal braucht es nur einen Einblick in einen Betrieb, ein Gespräch mit einem Auszubildenden oder eine praktische Erfahrung, um neue Perspektiven zu eröffnen.
Ein herzlicher Dank gilt daher allen beteiligten Unternehmen und Institutionen, den Workshop-Leitungen, der Universität Trier, den Partnern aus Luxemburg sowie der Bundesagentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer Trier und der Handwerkskammer Trier. Ebenso gilt der Dank der Kreissparkasse Bitburg-Prüm und der Volksbank Trier Eifel eG für die erneute Unterstützung beim Bewerbungs- und Kommunikationstraining.
Die Berufsorientierungstage 2026 haben einmal mehr deutlich gemacht: Die Region, die Großregion und ihre Unternehmen bieten jungen Menschen vielfältige Chancen. Und am St.-Willibrord-Gymnasium werden diese Chancen nicht nur vorgestellt – sie werden erlebt.






























