Über den Tellerrand hinaus: Der Exzellenzkurs bringt Schule und Beruf zusammen

Der gelernte Landwirt Nici Nosbisch entwickelte das Ziel, Auktionen im europäischen Raum so populär zu machen wie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Exzellenzkurs gab er ein spannendes Interview über seinen Beruf als Auktionator und tiefreichende Einblicke in seinen Alltag.

BITBURG, Der Auktionator Nici Nosbisch ist auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Familie in Niederweis aufgewachsen. Dabei kam er schon früh in Verbindung mit dem Viehhandel und konnte so ein Interesse für Viehauktionen bilden. Nosbisch wollte sich weiterentwickeln und Auktionen zu seinem Beruf machen. Um seinen Traum zu verwirklichen, entschloss er sich, in die USA, „dem Mutterland der Auktionen“, zu reisen. Dort besuchte er das World Wide College of Auctioneering in Mason City, um seine Lizenz zum Auktionator zu erlangen. Die Erfahrungen bei Auktionen in den USA inspirierten ihn sehr. Sein Ziel ist es, diese Faszination in die Eifel zu bringen. Denn obwohl Nosbisch international agiert, steht seine Heimat für ihn immer noch im Mittelpunkt. „Der Bezug zur Eifel ist schon sehr groß und es ist auch was, wo ich gerne lebe“, sagt Nosbisch. Für ihn ist wichtig, authentische Auktionen zu gestalten, die mit viel Spaß und Gefühlen verbunden sind. So entstehe bei Auktionen ein besonderes Flair und Auktionsgeschehen, wodurch diese zu etwas Besonderem werden. „Reine Online-Auktionen und KI sind aufgrund ihrer Emotionslosigkeit nicht in der Lage, mit echten Auktionen mitzuhalten“, sagt Nosbisch.
Die Vielfältigkeit seiner Arbeit hat er besonders hervorgehoben. So ist er als Viehauktionator gestartet und entwickelte sich weiter, um auch andere Güter versteigern zu können. Dabei erlebte er viele verschiedene Auktionen, die ihm in Erinnerung blieben, wie zum Beispiel, als er eine Kuh für 218.000 Euro versteigerte. Außerdem berichtete er von einer Auktion in Belgien, an der über 10.000 Menschen teilnahmen. Er beschrieb die Stimmung „wie in einem Fußballstadion“.
Ein Herzensanliegen für Nosbisch war eine Auktion im Jahr 2023 auf dem eigenen Familienhof, die elf Stunden dauerte und bei der 350 Tiere verkauft wurden. „Sowas gab es in Europa bis dato noch nicht“, erklärte er stolz. Durch seine gesamten Erfahrungen entschloss sich Nosbisch, eine jährliche Elite-Viehauktion in Fließem zu organisieren. Diese entwickelte sich mit der Zeit zur größten Auktion dieser Art in Europa. Als einziger Auktionator in der Eifelregion, der auf internationaler Ebene handelt, setzte sich Nosbisch weitere Ziele. Einer seiner Träume ist es in den USA eine Auktion zu leiten, denn das beschrieb er selbst als „Königsdisziplin“.
Trotz seines bisherigen Erfolges möchte er sich immer weiter entwickeln und kann deswegen als Vorbild gesehen werden, da er zeigt, dass es mit Leidenschaft und Spaß möglich ist, viel zu erreichen. Wer Nici Nosbisch bei einer Auktion erleben will: die nächste findet statt am 14. Oktober, um 18:00 Uhr in Fließem.

Text: Matilda Braun (Dualstudentin Volksbank Trier Eifel eG), Siljan Zimmer (Dualstudent Volksbank Trier Eifel eG), Dion Delavari (MSS 12), Niklas Höftmann (MSS 11), Samuel Reis (MSS 11)


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