Bilder: Björn Pazen
Der Exzellenzkurs startete mit einer zweitätigen Textwerkstatt. Unter Anleitung des Journalisten Björn Pazen lernten die Teilnehmer, Interviews zu führen und daraus eigene Zeitungsartikel zu verfassen.
BITBURG, Was passiert, wenn Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende nicht einfach nur den Unterrichtsstoff lernen, sondern bewusst über den Tellerrand hinausschauen wollen? Genau hier setzt der Exzellenzkurs von St.-Willibrord-Gymnasium Bitburg und Volksbank Trier Eifel an. Das aktuelle Projektjahr startete mit einer Schreibwerkstatt mit dem Journalisten Björn Pazen. Am ersten Tag wurden im theoretischen Teil zunächst die Grundlagen eines erfolgreichen Interviews vermittelt. Darauf aufbauend entwickelten die Schüler und Azubis eigene Fragen, die sie am zweiten Tag in den Interviews stellten. Vertreten waren: Sven Lübken, der Geschäftsleiter der IT-Fabrik aus Bitburg, Daniel Reinemann bekannt durch seine Fahrschule in Bitburg, der Auktionator und Viehhändler Nici Nosbisch und Annika Görgen, in leitender Position beim Steuerberater Lehnen & Partner.
Während der Interviews stellten die einzelnen Gruppen ihren Gesprächspartnern Fragen zu deren beruflichen Werdegang, ihrem Arbeitsalltag, ihren Erfahrungen im Beruf und ihr Privatleben. Für die Teilnehmer war es dabei besonders erfreulich, dass die Gespräche von allen Beteiligten als angenehm empfunden wurden. Die Interviewten fühlten sich durch keine der Fragen überrascht und zeigten sich offen und bereit, ausführlich auf die Fragen einzugehen. „Das Interview hat mich stark berührt, vor allem durch die Sicht von Annika Görgen auf Frauen im Arbeitsleben“, sagte Schülerin Massa Kahil.
Was steckt hinter der Kooperation von Volksbank und Gymnasium? „Der Exzellenzkurs stärkt seit vielen Jahren unsere Verbindung zur Schule. Wir möchten auch unseren Auszubildenden und Dual Studierenden die Möglichkeit geben, Schlüsselqualifikationen außerhalb des Ausbildungsalltags zu erwerben. An dieser Zusammenarbeit können beide Seiten wachsen“, meint Anne Peters, die Ausbildungsbetreuerin der Volksbank.
Dabei geht es nicht nur um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen, sondern auch darum, jungen Menschen Möglichkeiten in ihrer Region aufzuzeigen. „Wir möchten jungen Menschen Perspektiven eröffnen, die über den schulischen Alltag hinaus gehen, ihre Stärken sichtbar machen und ihnen die Möglichkeit geben, wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln sowie wichtige Schlüsselqualifikationen weiterzuentwickeln. Gleichzeitig möchten wir ihnen die vielfältigen Möglichkeiten direkt vor ihrer Haustür zeigen und sie ermutigen, ihre Zukunft aktiv zu gestalten – gerne auch in unserer Region“, sagt Carina Kesse, Betreuerin des Exzellenzkurs beim Gymnasium.
Das man es „zuhause“ schaffen kann, unterstrich auch Daniel Reinemann: „Ich fühle mich total wohl. Ich habe viele Vergleiche, etwa mit Prüm, Gerolstein, München und Mainz. Aber Bitburg ist einfach mega-cool.
Text: Lara Schröder, Sarah Scherschel, Richard Thyssen, Jasmina Bräunling



























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